Keylinesystem als Alternative zur aktiven Bewässerung

By | Oktober 19, 2017

Ein mal richtig machen statt immer weiter flickschustern

Ein Hauptlinien- oder Keylinesystem ändert einmalig die Geländeform und verteilt das Wasser danach automatisch. Das Wasser ist immer dort, wo man es braucht . Das Gegenteil ist aktive Bewässerung. Aktive Bewässerung bedeutet, immer wieder neu Wasser zapfen und verteilen. Hauptlinensystem bedeutet, ein,al die Geländeform anpassen, danach verteilt sich das Wasser automatisch richtig.

Aktive Bewässerung ignoriert die natürliche Ressource Regen. Keyline arbeitet hingegen mit ihr. Regen kommt nicht vorhersagbar und auch nicht regelmäßig. Daher braucht der Bauer Wasserspeicher. Diese füllen sich und beugen Überflutungen vor, wenn es viel regnet. Ist es jedoch trocken, retten sie den Hof vor Dürre.

Aktive Bewässerung beutet knappe Ressourcen aus, z.B. fossilie Gewässer, Fließgewässer oder Seen. Das führt zu Konflikten mit anderen Menschen, die die gleichne knappe Ressource ebenfalls nutzen wollen. Wir sollten nicht weiter gegen die Wasserkreisläufe kämpfen. Denn so verursachen wir immer mehr Fluten und Dürren. Wir sollten vielmehr die Wasserkreisläufe moderieren und regulieren. Wir sind Teil des Wasserkreislaufes und regulieren ihn heute bereits unbewusst und zum eigenen Schaden.

Es geht darum, den Regen in den Fokus zu nehmen. „Landwirtschaft ist Sonne und Regen ernten“ schreibt Shepard. Fluten und Dürren abpuffern ist die Aufgabe. Zunächt einmal dämpfen der lokalen Klimaschwankungen durch ununterbrochene Bepflanzung. Wir sollten die Notreserve des fossilen Wassers schützen, das sich tropfenweise über Jahrmillionen im Gestein gesammelt hat.

Bewässere ich mein Feld mit Wasser aus einer solche unwiderbringlichen Ressource, dann verdunstet oder versickert es. Es bleibt jedenfalls nicht dauerhaft erhalten.

Passive Bewässerung mit Keylinesystem ist die besere Idee

Praktisch bedeutet das:

  • die bestehende Landschaftsform genau anschauen
  • den Niederschlagsverlauf über die Jahre beobachten
  • die Landschaftsform verändern, damit Wasser sich durch Schwerkraft selbständig verteilt
  • ein Wurzelnetzwerk bilden, das Wasser dauerhaft im Boden und im lokalen Kreislauf hält

Im Keylinesystem nach Yeomans sind kleine Gräben vorgesehen, die das Wasser scheinbar den Berg hinauf transportieren. Man hält mit Pflanzenwurzeln einen Hang fest und gräbt dann kleine Rinnen zum Hang hin an den richtigen Stellen. Das beschreiben die Yeomans aus Australien genauestens. Mit diesen Rinnen, den Wurzeln und den Pflanzen als Pumpen läuft das Wasser dann tatsächlich aufwärts und bewässert den Hang.

An manchen Stellen braucht so ein Hauptliniensystem Sammelbehälter. Das sind kleine Teiche, teils kaum als Teiche zu erkennen, eher Pfützen. Drohen längere Trockenperioden oder Sturzregen, braucht es auch große Teiche oder Zisternen am Fuß des Berges oder im Berg. Dann können diese Speicher das Grundwassers nachfüllen. Aus dem Grundwasser verteilt sich das Wasser im Wurzelnetzwerk verteilen.

Notwendig ist eine ganzjährige Begrünung und das Augenmerk auf mehrjährigen und langfristig fruchtenden Pflanzen. Diese sind neben der Landschaftsform, den Rinnen und Speichern die wichtigsten Mitspieler im Keylinesystem.

One thought on “Keylinesystem als Alternative zur aktiven Bewässerung

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